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Gastbeitrag

Gastbeitrag: Ein Symbol der Verbundenheit

Der folgende Gastbeitrag stammt von einer Person, deren äußerliche Schönheit für absolut jeden sofort ersichtlich ist. Lernt man sie kennen stellt man fest, dass ihre innere Schönheit noch viel größer und berauschender ist. Ich bin froh, Dich kennengelernt zu haben. Genießt den Artikel von Sophie_x_Elodie.

„Wenn wir uns das erste Mal begegnen, werde ich dir einen fetten Kuss auf die Lippen drücken und anschließend deinen hübschen Hals und deine Gelenke mit Stahl umschließen.“

Ich verlasse die Kühle des Bahnhofgebäudes und trete hinaus in den Sonnenschein einer fremden Stadt. Eine elektrisierende Mischung aus Vorfreude und innerer Erregung durchzieht meinen gesamten Körper. Seine Worte haben mich hierher gelotst. Seine Stimme ein begieriges Feuer in mir entfacht.
Eine Gestalt tritt in mein Blickfeld, welche zielstrebig auf mich zu schreitet. Immer größer werdend, bis sie schließlich, mich weit überragend, vor mir steht. „Da bist du ja“, sagt er lächelnd, beugt sich zu mir herunter und drückt seine Lippen auf meine.

Kaltes, massives Metall umschließt mich. Umschmeichelt meine Haut. Eine intime Fremde, die sich ebenso natürlich wie selbstverständlich anfühlt. Angelegt von einem vertrauten Unbekannten, der mich sieht und mich erkennt. Wir haben nicht nach einander gesucht, aber uns doch gefunden. Zwei Magnete, die sich anziehen. Ihr Gegenstück im jeweils anderen finden und zusammen eins werden.

Ein Symbol schmückt ab diesem Zeitpunkt meinen Körper. Dessen Bedeutung ich schon lange und unbewusst in mir trug, bis die Selbsterkenntnis endlich von mir Besitz ergriff. Ich sah mich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich angekommen. Der Anteil in mir, der ein großes Stück meines Wesens ausmacht, durfte endlich sein. Er gewährt mir diese Möglichkeit. Entlockt mir spielerisch immer mehr meines unterdrückten Wesen. Er schenkt mir die Chance mich selbst zu befreien. Er gibt mir die Flügel nicht, er hilft mir dabei meine eigenen Schwingen auszubreiten, um zu fliegen.

Dieses neu entstandene Bewusstsein stellte für mich den Grundstein dar, auf den echtes Verstehen erwachsen konnte. Etwas wirklich zu begreifen ist ein Prozess der vielleicht nie ganz endet und den jeder für sich selbst gehen sollte. Ich kann sagen, ich bin in mein Halsband „hinein gewachsen“. Denn ich habe es mir nicht „erwerben“ müssen, es wurde mir von Anfang an übermacht.
Das eigentliche Band zwischen uns ist nicht zu sehen, nur zu spüren und bedarf keines Schmucks. Ich brauche mein Halsband nicht, um mir zu verdeutlichen wem ich gehöre oder um an mein eigentliches Wesen erinnert zu werden. Aber es bereichert mich. Das Wissen darüber, welche Hände es mir angelegt haben. Wie es mich mit Stolz und Glück erfüllt dieses Zeichen der Verbundenheit für ihn tragen zu dürfen. Innige Gefühle, die es mich für mich selbst tragen lassen.


„Schließe deine Augen.“ Ein Befehl in mein Ohr geflüstert, dem ich sofort nachkomme. Ich stehe nackt und bewegungslos in mitten des Raumes. Schnelle Handgriffe entfernen die schmalen Reifen um meinen Hals. Ich zucke kaum merklich zusammen, als eiskalte Schwere meine Kehle umschließt. „Öffne die Augen und schau dich an.“ Blinzelnd folge ich seinen Worten und erblicke mich selbst.
Ein hoher Kragen aus Edelstahl schmückt die Person im Spiegel. „Fass es an.“ Spricht er und führt mich näher vor den Spiegel. Meine tastenden Finger berühren das unnachgiebige Material, welches schwer auf meine Schultern liegt. „Das wirst du ab jetzt täglich tragen.“ Angst durchzieht bei diesen Worten, meinen Körper. Es ist zu groß, zu mächtig für mich, denke ich von Panik erfüllt. Tränen steigen in mir auf, die sich langsam den Weg über mein Gesicht suchen und zu Boden fallen. Er hebt meinen Kopf am Kinn an und zwingt mich in seine Augen zu blicken. „Du wirst es erstmals jeden Tag für zwei Stunden tragen.“ Erleichtert lächle ich ihn an. Sein eben noch vor Stolz funkelnder Blick ist nachdenklicher Trauer gewichen. „Deine Tränen verletzten mich. Du sagtest, du möchtest meine Sub sein, sagtest, dass du ganz und gar mir gehörst… aber trotz allem schenkst du mir nicht dein Vertrauen? Ich kenne deine Grenzen, ich weiß welche Hürden noch vor dir liegen; aber wenn du mir nicht deine Hand entgegenstreckst, kann ich dir nicht helfen diese zu überwinden.“
Seine Worte durchdringen meinen Geist. Ich sehe mich selbst in seinen Augen gespiegelt und ich begreife.

Sophie_x_Elodie

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