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Tutorial – Flogger aus Paracord

Inspiriert wurde ich durch eine Schweizer Seite über Paracord, deren Video ich euch bei den Zierknoten verlinke.

Wie beim Kochen und Backen habe ich das „Rezept“ etwas abgeändert und meinen Vorlieben (ich mag keine kleinen dünnen Flogger) angepasst.

Ihr benötigt:

  • Paracord (wie viel, ergibt sich aus dem, was ihr vorhabt + ca. 2 Meter für den Griff und jeweils ca. 1,5 m für die Zierknoten)
  • ein Ring (z.B. Metall, ca. 4-5 cm Durchmesser)
  • einen Stab zur Griffverstärkung (optional)
  • Isolierband (zum Abkleben des Griffes, optional)
  • einen dünnen Bindfaden

Werkzeuge:

  • Schere/Messer
  • Feuerzeug
  • Paracordwerkzeug (optional)
  • Eine Papierrolle (Toilettenpapier)
  • Acht Nägel (ca 5-7cm)
  • Einen Stift
  • Geduld

Stellt euch zunächst folgende Fragen:
„Wie lang soll euer Flogger werden (Schwänzchen inklusive Griff)?“
und: 
„Wie viele Schwänzchen soll euer Flogger haben?“


Ihr habt es euch überlegt? Los geht es:

Soll der Flogger zum Beispiel 50 Schwänzchen haben, und 75 cm inklusive Griff lang sein, dann schneidet ihr 25 Schnüre zu je 1,55 m (die Anzahl der Schnüre ist die Hälfte der Anzahl der Schwänzchen; die Länge der einzelnen Schnüre ergibt sich aus der Länge, die euer Flogger haben soll mal 2 plus circa 5 cm Verschnitt.

Hier könnt ihr komplett kreativ sein und alle Farben mischen, die ihr wollt. Ich habe hier im Verhältnis 2/3 – 1/3 schwarz und rot gemischt.

Diese (in meinem Beispiel 25) Schnüre, die ihr dann habt, zieht ihr einmal durch den Ring, dass ihr nun einen Ring mit 50 gleich langen Schwänzchen dran habt.

An dieser Stelle kann man schon in die Enden der Schwänzchen auf gleiche Höhe Wurfknoten (Überhandknoten) oder Ähnliches setzen, sodass das Paracord nicht komplett ausfranzt aber auf der anderen Seite unten schön weich wird. Diesen Schritt kann man aber auch gerne an den Schluss verlegen.

(Optional) Nun könnt ihr die Griffverstärkung (Holz oder Metallstange in gewünschter Dicke) an den Ring anlegen und zwar so, dass er von allen Schwänzchen eingerahmt und die Griffverstärkung nicht mehr sichtbar ist. Alles wird dann mit einem dünnen Bindfaden festgebunden, sodass alles zusammenhält.

Möchtet ihr ohne Griffverstärkung arbeiten, dann bindet einfach die Paracord-Schnüre unterhalb des Rings fest zusammen, damit sie sich nicht mehr verschieben.

Nun wickelt das Isolierband so lange um das „Handstück“, bis hier am Ende der Griffverstärkung angekommen seid – beziehungsweise, wenn ihr ohne Griffverstärkung arbeitet, so lang, wie euer Griff sein soll.

Nun wird der Griff verschönert und umwickelt. Dies könnt ihr einfarbig oder zweifarbig tun. Macht ihr es einfarbig, so müsst ihr einfach nur ein Paracord (ca. 2 Meter, je nach Grifflänge kann dies aber mehr oder weniger sein. Testet es am besten aus, indem ihr es einmal testweise herumwickelt) zwischen dem Beginn des Isolierbandes und dem Ring durchziehen und dann doppelt herumwickeln. Macht ihr das ganze zweifarbig, so nehmt ihr die beiden Farben, verbindet diese Paracordbänder (das Innere weiße an beiden Bändern etwas herausschneiden, die eine Farbe dann in die andere schieben und mit einem Feuerzeug die beiden Bänder miteinander verbinden). Die Verbundstelle platziert ihr dann so, dass sie nicht mehr sichtbar ist (also genau unter dem Ring) und wickelt dann auch zweireihig bis nach unten.

Seid ihr unten am Griffende angekommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt die Enden abschneiden, mit dem Feuerzeug abflämmen und so das Ganze fixieren oder ihr könnt, wie ich es mache, zwei zusätzliche Schwänzchen dadurch gewinnen, dass ihr die Endstücke mit dem Isolierband noch einmal festklebt und die Schwänzchen auf die Länge der anderen Schwänzchen abschneidet. So habt ihr dann zwei Schwänzchen mehr.

Jetzt fehlen tatsächlich nur noch die kunstvollen Verzierungsknoten.

Man kann diese Knoten über der Hand schlagen oder mithilfe einer Toilettenpapierrolle, in die ihr insgesamt acht Löcher macht. Dazu möchte ich das Video des Schweizer Kollegen gerne verlinken, da er es perfekt erklärt. Zum Video klicke hier

Wichtig ist, dass dieser Kunstknoten theoretisch nur aus einem Seil besteht. Möchte man ihn nur in einer Farbe machen, kann man den Weg, der im Video beschrieben ist, einfach dreimal hintereinander ablaufen. Möchte man ihn in zwei Farben machen, wie bei mir, so „läuft“ man den Weg zweimal mit der selben Farbe ab und noch einmal mit der dritten Farbe, wobei zu beachten ist, dass die dritte Farbe dann immer mittig zwischen den andern beiden, bereits abgelaufenen Wegen liegt. In Ergänzung zu dem schönen Video des Kollegen möchte ich sagen, dass ich die Zierknoten immer auf dieser Rolle erstelle, dann die Nägel aus der Toilettenpapierrolle herausziehe und den Knoten auf dem Flogger in die richtige Position schiebe.

Diese Zierknoten müsst ihr dann mit viel Geduld festziehen und zwar immer von Beginn aus nacheinander, genauso wie ihr sie geknotet habt. Immer und immer wieder fest ziehen, bis sie komplett fest sind und sich nicht mehr bewegen. Dazu kann man sich eines speziellen Werkzeuges bedienen oder aber einfach einen Nagel benutzen, um die Paracordschnüre noch fester zu ziehen.

Die Enden werden dann abgeschnitten, mit einem Feuerzeug abgeflämmt und fest mit dem Knoten verbunden. Wenn ihr noch zwei weitere Schwänzchen gewinnen wollt, und ihr den Zierknoten zweifarbig gemacht habt, so könnt ihr auch bei dem unteren Zierknoten einfach die Schwänzchen hängen lassen (wenn der Knoten komplett fest gezogen ist, ist das kein Problem) und ebenfalls auf der Höhe der anderen Schwänzchen abschneiden.

Spätestens jetzt solltet ihr die Wurfknoten beziehungsweise die Überhandknoten machen (diese sollten auf gleicher Höhe sein) dann die Schwänzchen schön abschneiden, sodass sie auch auf gleicher Länge sind und ihr habt euren selbst gemachten Flogger.

Ich hoffe, ihr könnt nun euren eigenen Flogger für eure Sessions basteln und/oder sub bzw. Dom ein sehr persönliches Geschenk machen.
Ich würde mich freue eure individuellen Flogger hier in den Kommentaren oder auf Instagram (sub_space_de) zu bestauen.

1 Anwort auf „Tutorial – Flogger aus Paracord“

Schön, wer sagen kann, meine Sub hat heute ihren eigenen, eigens für sie erdachten und gefertigten Flogger gekostet. Ihr Stöhnen war meine schönste Anerkennung.

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