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Mein BDSM

Wenn ich Dich bitten muss…

Die Sub schenkt sich her. Sie unterwirft sich im unbedingten Vertrauen ihrem Dom. Er ist der Hafen ihrer Seele. Er unterstützt sie. Hilft ihr zu wachsen mit seiner Führung. Sie vertraut. Dieses Vertrauen geht so weit, dass sie nicht nur darauf vertraut, dass er über den Alltag entscheiden darf. Sie vertraut ihm ihr Leben an. Denn wie soll sie jemals an Grenzen gehen können, ohne sicher darauf zu vertrauen, dass er sie fliegen lässt, aber wieder sicher zurückholt. 

Ein schmaler Grat. Aber genau das macht es aus. Daher sprechen fast alle Subs von Liebe. Was soll Liebe sonst sein als Respekt, Vertrauen, Hingabe, Sicherheit.

Deshalb ist die Sub ihrem Dom gegenüber auch sehr verletzlich. Allerdings kann niemand von Außerhalb ihr etwas anhaben, da sie immer auf Ihren Dom vertrauen kann – 

Aber was, wenn sie um Aufmerksamkeit buhlen muss? 

Wenn sie nicht mehr gesehen wird? 

Wenn sie nicht mehr gehört wird?

Subs brauchen und wollen die Kontrolle. Sie sind stark, solange sie wissen, dass ihr einziger Rückzugsort sicher ist. Sie sind wunderschön, blühen auf und zeigen ihre Flügel, solange sie wissen, dass er da ist – hinter ihnen steht. Ihre Entscheidungen trägt. Sie unterstützt. Sie können selbstbewusst in der Öffentlichkeit ihre Erkennungszeichen tragen, weil er immer da und stolz ist.

Wenn der Dom sich -aus welchen Gründen auch immer- zurückzieht, wird die Sub grauer. Sie bekommt wieder etwas, was sie lange nicht hatte: Angst. Angst zu versagen, Angst zu enttäuschen, Angst etwas falsch zu machen. Sie sucht die Nähe ihres Doms. Aber wenn es schon so weit ist und sie anfängt zu suchen, sucht sie oft vergeblich. Sie versucht stark zu sein, aber ohne ihren sicheren Hafen, ohne den, der immer da und ansprechbar ist, wird dies von Tag zu Tag schwerer. Mit jedem Tag werden die Flügel, die er ihr gegeben hat, blasser – nicht mehr farbenfroh – sie bekommen Löcher und Risse, bis sie am Boden bleiben muss und alles dafür tun würde, noch einmal zu fliegen. 

Dann ist es aber nicht mehr die Submission einer starken Frau, sondern der verzweifelte Versuch Aufmerksam zu erhalten und zu fühlen, was sie vermisst.

Liebe Doms: Oft wisst ihr vielleicht doch nicht, welche Macht ihr tatsächlich über Eure Sub habt.

Seid lieber kein Dom, bevor ihr ein schlechter Dom seid.

Stoppt ihr früh genug, denn auch das ist Eure Verantwortung; helft ihr, ihren Dom zu finden, wenn Ihr merkt, dass Ihr nicht das geben könnt, was sie braucht, dann hat sie noch ihre Flügel, die sie durch Euch erhalten hat; dann schafft sie es weiter stark zu sein und ihren Dom zu finden.

Stoppt ihr nicht rechtzeitig, wird sie alles verlieren, was Ihr ihr gegeben habt und noch tiefer fallen, denn nur durch Euch ist sie so hoch geflogen. 

Auch das ist Führung und Dominanz

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