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BDSM Lexikon

Safe Call und Covern

In der Internet- und Smartphonezeit, in der es normal ist, dass man jederzeit Zugang zu Pornos jeder Art hat, auf Twitter anderen bei der Selbstbefriedigung zuschauen, sich auf Instagram vor Dickpics nicht retten kann und – wenn man Titten in die Kamera hält, auf einmal 1.000.000 Likes auf Facebook bekommt, die sich natürlich verdoppeln, wenn man sein Gesicht durch Snapchat so verfremden lässt, dass man einem nicht mehr wirklich echtem Ideal entspricht, dafür aber als objektiv „gut poppbar“ gilt.

Natürlich kommt man da auf die Idee, dass aus einer Internetbekanntschaft mehr werden sollte und auch kann. Man trifft sich nunmal nicht mehr in Kneipen, sondern im www.

Hat natürlich auch den Vorteil, dass man den Deckel zu seinem Topf noch besser finden kann. Das Angebot ist in der Metro nunmal größer, als am Dorfkiosk.

Evolutionstechnisch macht es sogar Sinn, sich nicht gerade mit seinem „Sitznachbarn“ zu paaren. Aber das ist ein anderes Thema. Wollte ich nur mal loswerden.

Zu allererst sei gesagt, dass die folgenden Tipps für jedes Date gelten – unabhängig von BDSM

In meinen Augen findet man die wirklich Irren sowieso nicht in der Szene. Denn im BDSM hält man sich an Grundsätze wie SSC.

Dennoch gibt es auch viele, die unter dem Deckmantel BDSM viel Mist machen, weshalb es IMMER wichtig ist, folgende Punkte zu verinnerlichen und zu beachten.

Ein Safecall ist eine Person, mit der du (im Idealfall) gut befreundet bist und die von deiner BDSM-Neigung weiß. Natürlich muss diese Person auch alle Infos über das Treffen haben und zu der Zeit des Treffens verfügbar sein.

Der Safecall wird über folgende Dinge informiert:

  • mit wem du dich triffst (100 Trustpunkte an den, der Dir von Anfang -an seinen richtigen Namen gibt)
  • wo du dich triffst
  • um welche Uhrzeit du dich triff
  • wann meldest du dich beim Safe Call

Du solltest mit dieser Person auch zwei Code Wörter/Sätze ausmachen,  mit denen Du zum einen mitteilen kannst, dass alles in Ordnung ist und natürlich auch Wörter/Sätze, dass Du Dich um deine Sicherheit sorgst. 

Zum Beispiel könnte der Satz: „Was mir gerade einfällt, denkst Du dran, dass wir morgen Mineralwasser kaufen müssen!“ heißen, dass alles in Ordnung ist.

Der Satz „Wir können morgen Pizza bestellen, dann müssen wir nicht zum Einkaufen“ heißt, dass du dir Sorgen machst.

Für den Ernstfall könnt ihr auch einen Satz verabreden, sodass der Safecall sofort die Polizei ruft. Denn bedenke immer, dass im Ernstfall nur die Polizei helfen kann.

Tipps zum Treffen:

  • du solltest dich nicht vorschnell auf Treffen einlassen. Lass erstmal mindestens 1-2 Monate ins Land gehen. Ihr müsst Euch und Eure Neigungen besser kennenlernen. Alleine schon, damit die Session nicht zum Desaster wird.
  • Du solltest darauf achten, nicht an einen FakeDom zu geraten (Ist am Anfang schwer. Aber, wenn Du Dich durch meine Seite durchgearbeitet hast, wirst du sie ziemlich sicher erkennen.)
  • Du solltest, soweit möglich, Informationen sammeln (Namen etc. und mach einen Plausibilitätscheck. Sei aber nicht enttäuscht, wenn du nur Zweitnamen bekommst 😉)
  • es muss vorher ein Safeword ausgemacht werden
  • solltest Du irgendwelche Zweifel haben, musst Du sofort abbrechen. Wie beim Springreiten. Wenn Du  zweifelst, über das Hindernis zu kommen, wirst Du es nicht schaffen.
  • du solltest immer wissen, wie du aus dem Gebäude, in dem du dich befindest, rauskommst (In Hotels auch unbedingt die Zimmernummer merken und Dir kurz den Fluchtwegplan (hängt immer auf der Innenseite der Tür) anschauen. Da immer die gesamte Etage abgebildet ist, kannst Du sagen, Du willst nur mal schauen, wie viele euch potentiell hören können. 😉
  • solltet ihr zusammen essen oder etwas trinken, solltest Du Deine Getränke und Dein Essen stets im Blick haben. Denn auch wenn Du auf Rapegames stehst, sollte das ganze ja nicht zum Rape werden.

Nochmal: Diesev Tipps gelten für jedes Date – unabhängig von BDSM

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